JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA

Regionalmeister 2025 im Fußball

Ein Bericht von unserem Sportlehrer David Habel

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Am 14. Oktober 2025 kehrten unsere Fußballer an den Ort des größten Erfolges und gleichzeitig der größten Enttäuschung in der jungen Fußballgeschichte unserer Schule zurück. In Siethen, fand wie im Vorjahr das Regionalfinale der U15 von „Jugend trainiert für Olympia“ statt und wir waren erneut qualifiziert. Nach einem starken zweiten Platz im vergangenen Jahr, der aber gleichzeitig das knappe Verpassen des Landesfinales zur Folge hatte, waren sich im Vorfeld alle einig, wie es in diesem Jahr ausgehen sollte. Doch mit den Siegerschulen aus den Kreisen Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark sowie den Städten Brandenburg und Potsdam war die Konkurrenz wieder sehr stark.

Gestartet wurde das Turnier in zwei Gruppen mit je drei Teams, von denen sich jeweils die ersten beiden für das Halbfinale qualifizierten. Spielberechtigt waren die Geburtsjahrgänge 2012 und 2013. Die Dauer eines Spiels betrug 20 Minuten.

Das Immerwahr-Gymnasium traf zum Auftakt auf das Team des Schulcampus Lehnin. Von Beginn an zeigten unsere Jungs, dass sie sich viel vorgenommen hatten. Sie waren in den Zweikämpfen präsent und überwiegend in Ballbesitz. Einzig die Torchancen ließen in einer durch viele Unterbrechungen geprägten ersten Hälfte noch auf sich warten. Diese sollten im zweiten Durchgang folgen. Durch drei schnelle Tore von Linus und zweimal Jakob belohnten sich die Jungs aus dem Brunnenviertel für eine konzentrierte Leistung in Offensive und  Defensive.

In der zweiten Partie der Vorrunde wartete die Oberschule Luckenwalde auf unser Team. Dieser Gegner zeigte von Beginn an, dass er gut eingespielt war. So entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, ohne große Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Mit fortlaufender Spieldauer schlich sich jedoch etwas Bequemlichkeit und Unaufmerksamkeit in das Defensivverhalten unserer Mannschaft ein. Räume wurden zu langsam angelaufen und Umschaltmomente schlecht ausgespielt. So kam es wie es kommen musste: Luckenwalde traf mit der letzten Aktion des Spiels zum 1:0. Eine Niederlage, die zwar wehtat, aber insbesondere durch ihre Entstehung zum richtigen Zeitpunkt kam. In der kurzen Pause vor den Halbfinals wurden die richtigen Schlüsse gezogen und von diesem Moment an wurde kein Ball mehr verloren gegeben und keine Sekunde mehr ausgeruht. Die Jungs erinnerten sich, warum sie dort waren und von nun an hatten sie nichts mehr zu verschenken.

Da Luckenwalde den Campus Lehnin 3:2 besiegte, traf das Immerwahr-Gymnasium im Halbfinale auf den Sieger der anderen Gruppe, das Fontane-Gymnasium-Rangsdorf.

Erneut entwickelte sich eine Partie, die von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld und wenig Torchancen geprägt war. Jedoch mit dem Unterschied, dass die Jungs aus dem Brunnenviertel bis zur letzten Sekunde geschlossen verteidigten und den Rangsdorfern keinen Zentimeter Raum boten. Einzig die spielerische Leichtigkeit der ersten Partie kehrte nicht zurück. Zwar war man überlegen, gefährliche Angriffe sprangen allerdings nur selten heraus. Doch in der letzten Minute spielte Jakob einen starken Pass in den Lauf von Linus, dieser startet von rechts in Richtung des gegnerischen Strafraums, visierte die linke untere Ecke an und schloss mit einem harten Schuss ab. Leider stricht der Ball knapp am Pfosten vorbei. Somit musste ein Elfmeterschießen mit je drei Schützen über den Einzug ins Finale entscheiden. In diesem behielten zunächst Auri und Jakob die Nerven. Nachdem ein Rangsdorfer den Ball über das Tor jagte, schickte Michel sein Team mit dem erlösenden Treffer ins Finale.

In diesem wartete der Turnierfavorit, das Vicco-von-Bülow-Gymnasium aus Stahnsdorf auf unsere Jungs. Eine Mannschaft, deren Kern auch im Verein regelmäßig zusammen trainiert und somit sehr eingespielt war. Diesen Vorteil setzten die Stahnsdorfer schnell in viel Ballbesitz um, jedoch ohne dabei gefährlich vor unser Tor zu kommen. Spätestens unsere Viererkette um Leopold, Redon, Michel und Emil setzen regelmäßig ein Stoppschild für die gegnerischen Angreifer. Pässe in die Tiefe wurden von Ole, Tim, Mahdi, Jakob und Auri in der Zentrale verhindert und rutschte doch ´mal ein Ball durch, so sicherte Tom im Immerwahr-Tor diesen mit Bravour und gab unserer Abwehr damit zusätzlichen halt. Nach 20-Minuten, in denen unser Team dem Gegner keinen Raum zur Entfaltung bot, jedoch selbst auch nicht entscheidend abschließen konnte, musste erneut eine Entscheidung aus elf Metern folgen. Auch dieses Mal trafen Auri und Jakob souverän, bevor ein Stahnsdorfer an Jakob, der sich dieses Mal den gegnerischen Elfmetern entgegenstellte, scheiterte. So wiederholte sich Geschichte schneller als vermutet. Erneut trat Michel zum entscheidenden Schuss an. Alle Ablenkungsversuche des Stahnsdorfer-Keepers, der mit allen Mitteln versuchte, den letzten Strohhalm zu ergreifen, nützten nichts. Michel nahm sich den Ball und verwandelte sicher. Im nächsten Moment stürmte das gesamte Team auf Michel und Jakob zu und die Anspannung verwandelte sich in einen Jubelsturm.

Durchgängig angefeuert von den nicht spielberechtigten Teammitgliedern Max, Benedikt, Jason, Joel und Philipp krönte sich das Clara-Immerwahr-Gymnasiums zum Regionalmeister und setzt so seine Reise zum Landesfinale fort.

Ein besonderer Erfolg, der unserem Team gelang, da es zum richtigen Zeitpunkt entschieden hat, sich trotz starker Gegner nicht schlagen zu lassen und diesen Entschluss durch beeindruckenden Willen, großen Einsatz und eine geschlossene Teamleistung auf- und neben dem Platz untermauerte.

Abgerundet wurde der Turniersieg durch die Wahl unseres Abwehrchefs Michel zum Spieler des Turniers.

Ein großes Lob geht auch an Julian, Hennes, Emil und Nils, die jeder unterschiedlich viel Spielzeit erhielten, auf die jedoch immer verlass war, wenn sie gebraucht wurden und ansonsten für positive Stimmung von außen sorgten.

So hat diese Mannschaft mit all ihren Elementen und allem, was ein Team ausmacht, als geschlossene Einheit überzeugt und damit ihren Sportlehrer sehr glücklich gemacht.