Über 1.000 Schrauben und drei Unikate
Jahrgang 9 baut fürs CIG
Im Praxis-BO-Projekt konnten wir im Jahrgang 9 verschiedene handwerkliche Tätigkeiten selbst ausprobieren. Die ganze Aktion wurde von Manne e. V. begleitet. An jeweils drei Projekttagen pro Klasse ging es vor allem darum, praktische Erfahrungen im Holzbau zu sammeln. Während des Projektes entstanden so drei unterschiedliche Produkte für unsere Schule, die noch lange mit unserem Gründungsjahrgang in Verbindung gebracht werden.
Zum einen entstand ein meterhohes CIG-Logo, das seit kurzem unseren Schulhof ziert und schon beim Einbiegen in die Brunnenallee sehr gut sichtbar ist. Für die Herstellung der drei großen freistehenden Buchstaben, die gleichzeitig als Sitzgelegenheiten dienen, haben wir zunächst erstaunlich viel Material transportiert, millimetergenau Maß genommen und anschließend gesägt. Dabei lernten wir, ordentlich, effizient und konzentriert zu arbeiten. Hier hat sich so manches Talent am Bohrer und Akkuschrauber gezeigt. Fun Fact: Mehr als 1.000 Schrauben haben wir in den Buchstaben insgesamt verbaut.
Und das war noch nicht alles. Für den Pausenraum gab es einen selbstgebauten Tischkicker, der durch künstlerische Schmuckelemente ein absolutes Unikat darstellt und bereits großen Zulauf genießt. Bei der Herstellung konnten wir so richtig mit Anpacken. Auch hier wurde viel gesägt, gehämmert und geschliffen. Zuerst wurden die einzelnen Teile in liebevoller Feinarbeit vorbereitet, bevor die einzelnen Klassen sie nach und nach zusammenbauten. Es war interessant zu sehen, wie aus einzelnen Holzstücken langsam ein fertiger Tischkicker entsteht.
Als drittes Herzstück unseres Projektes bauten wir einen mobilen Multifunktionstresen, den wir flexibel für verschiedene Veranstaltungen einsetzen können, sei es als DJ-Pult oder Cocktailbar. Hier wurden Spanplatten gemessen und zugeschnitten und anschließend zusammengeschraubt. Dank der Räder lässt sich der Tresen auch flexibel bewegen. In einer spontanen Spray-Aktion erhielt der Tresen dann auch gleich seine ganz persönliche Note und so ziert direkt ein künstlerischer CIG-Schriftzug die Front.
Das Praxis-BO-Projekt war für uns eine tolle Abwechslung zum normalen Schulalltag. Wir saßen nicht nur im Klassenraum, sondern konnten selbst etwas bauen und ausprobieren. Dabei haben wir gemerkt, dass Handwerk gar nicht so einfach ist. Man muss genau arbeiten, Geduld haben und aufpassen, damit nichts schiefgeht. Denn jeder Millimeter Ungenauigkeit kann am Ende bedeuten, dass man viel Zeit für Ausbesserungen und Korrekturen aufwenden muss.
Das Projekt ermöglichte uns einen besseren Einblick in handwerkliche Berufe und gab uns die Möglichkeit herauszufinden, ob uns Tätigkeiten in diesem Bereich interessieren könnten.
Vielen Dank an Mira, Marco, Isaja und Thomas, die unseren Wunsch, etwas Einzigartiges, Langlebiges für unsere Schulgemeinschaft zu erschaffen, mit viel Herzblut aufgegriffen und für uns tolle, individuelle Produkte geplant und gemeinsam mit uns umgesetzt haben. Dabei haben sie sich viel Zeit genommen, uns Geräte, Techniken und Sicherheitshinweise geduldig zu erklären. Gleichzeitig genossen wir ein hohes Maß an Vertrauen im Umgang mit den Arbeitsmaterialien und erfuhren spannende Geschichten aus dem Berufsalltag des Projektteams.
Danke auch an die Nachbarschaft im Brunnenviertel für das geduldige Aushalten unserer Baugeräusche während der Projektphase.
Jahrgang 9